Bewertung der Arbeitslagen

  1. Bewertung der Arbeit aus Sicht der Arbeitslage ist am wichtigsten an den stabilen Arbeitsorten (z. B. Arbeit mit stationären und mobilen Produktionsmaschinen, Arbeit in der Massenproduktion usw.), wenn der Angestellte länger als die Hälfte seiner Arbeitszeit an einem Ort ist und die gleiche Arbeitstätigkeit ausübt. Dabei kann er die Arbeitslage selber nicht bestimmen und ist direkt von der Produktionsmaschine, Organisation der Arbeitsstelle, Ortsparameter abhängig usw.
  2. Bei Bewertung anderer Arbeitstätigkeiten ist es möglich, von angegebenen Kriterien auszugehen. Es ist aber erforderlich die individuellen Charakteristiken jeweiliger Arbeitsstellen zu beachten, vor allem, wenn es sich um Zeitfaktoren der Arbeit handelt.
  3. Arbeitslage wird immer nur im Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit bewertet, jedoch nur dann, wenn es sich um strukturelle Arbeitstätigkeit und nicht um Zufallstätigkeit handelt.
  4. Es wird ein 2-Schritt System für die Bewertung der Arbeitslagen genutzt, wobei

a) Schritt 1 beinhaltet die Bewertung der Position von einzelnen Körperteilen anhand von Winkeln,
b) Schritt 2 beinhaltet Bedingungen, unter welchen es möglich ist, die im Schritt 1 als bedingungsannehmbar bezeichnete Lagen zu den annehmbaren Lagen einzuschließen.